Am besten bucht man ein Package in dem alles inbegriffen ist, Hotel, Skipass und Miete von Board etc. Fuer drei Uebernachtungen plus zwei mal Zwei-Tages-Skipass plus Miete von Mirinaes Board, Schuhen und Skikleider haben wir 430'000 Won bezahlt (etwa 390.-CHF).
In Korea muss man eigentlich nichts mit in die Skiferien nehmen ausser Handschuhe, Goggle und Muetze, den Rest kann man mieten. Ich hab aber trotzdem mein eigenes Board mitgenommen, da die Bretter die man mieten kann nicht unbedingt die Besten sind und meist auch einen Service noetig haetten. Sowieso wenn man den Miet-Service mit dem der Schweiz vergleicht reissen wir uns echt ein Bein aus um wenn wir im Pro Cycle Shop ein Brett vermieten. In Korea wird einfach ein Brett mitgegeben, goofy, regular, Laenge, Fahrkoennen, Bindung einstellen, wachsen, egal. Da suchen wir ein paar Bretter raus zur Auswahl, fragen ob links oder rechts vorne, stellen die Bindung auf die Schuhe ein und machen einen Serivice wenn noetig.
Das Hotel war super, grosses Zimmer und mit eigener kleiner Kueche, man koennte da auch zwei Wochen ohne Probleme verbringen. Ausserdem gabs ein Convenience Store in der Tiefgarage des Hotels, wenn man also Hunger hatte konnte man sich noch eine Packung Ramyeon kaufen und selber machen. Ausserdem gabs noch ein Jjimjilbang (so was wie eine koreanische Sauna), Fitnessraum und Massage, was Mirinae ganz gut haette gebrauchen koennen, wie warscheinlich jeder der mir snowboarden anfaengt.
Wir sind mit Mirinaes Eltern nach High Won gefahren, sie haben dann noch eine Nacht dort verbracht und sind dann am naechsten Tag weiter gefahren ans Westmeer. Wir waren dann noch zusammen 횡성한우 essen, ein spezielles Rindfleisch aus dieser Gegend das auf einem Tischgrill zubereitet wird, kann ich nur empfehlen.

Die laengste Piste in diesen Skigebiet ist 4.2km lang mit einer Hoehendifferenz von 645 Meter und fuer Anfaenger geeignet.
In Korea faellt nicht so viel Schnee wie in den Alpen, deshalb sind alle Pisten mit Kunstschnee beschneit und meist recht hart aber immer super praepariert.

Es gibt auch einen Funpark im High Won Ski Resort der mit denen in unseren Skigebieten gut mithalten kann, inklusive Halfpipe.

High Won ist auch bei den Russen beliebt, die wahrscheinlich mit dem Schiff von Vladivostok kommen. Ausserdem gibt es hier das einzige Casino in dem auch Koreaner ihr Geld loswerden koennen, das wird fuer einige auch ein guter Grund sein hierher zu kommen.

Bei mir haelt sich der Verdacht das Koreaner auf Brettern nicht immer alles im Griff haben. Allein in den zwei Tagen in denen wir auf der Piste waren habe ich sechs Leute gesehen die mit dem Schlitten abtransportiert werden mussten, das sind so viele wie vieleicht in vier oder fuenf Wochen Arosa.
Mirinae hat am zweiten Tag wirklich Fortschritte gemacht, nachdem sie am ersten Tag kaum eine Kurve gefahren ist, hat sie dann einige Kurven nacheinander gefahren bevor sie eine Pause im Schnee gemacht hat.


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