Am 22. Januar fand das ride the night in Davos statt. Nico Windler und ich sind bereits vor zwei Jahren einmal bei diesem Event gestartet, damals noch mit einigen Muehen war ich ziemlich zuversichtlich dass es, nachdem das Rennen auf der Moerlialp super gelaufen ist, dieses mal in Davos besser laufen wird. Vom Team Ullmann-YETI war ebenfalls noch Ramon Keller am Start, der als Ersatz fuer Miro Ullmann gestartet ist da dieser krank war.
Das Rennen wurde erstmals auf der Skipiste durchgefuehrt, dadurch wurde eine interessante Strecke realisiert mit zwei Spruengen und einigen Kurven. Der Schnee war um einiges Haerter als noch auf der Moerlialp aber an einigen Stellen trotzdem noch ziemlich weich was es vor allem in den Kurven nicht leicht machte dorthin zu fahren wohin man eigentlich wollte.
Waehrend zwei mal 90 Minuten konnte man eine schnelle Zeit fahren die dann zusammengezaehlt wurden. Bei meinem zweiten Lauf konnte ich mich nochmals steigern und platzierte mich auf dem 43. Rang von 128 Teilnehmern.
Ramon Keller war super schnell unterwegs, speziel wenn man bedenkt das er gerade mal 13 Jahre alt ist und sicher nicht langsamer wird in Zukunft. Am Ende reichte es im fuer den 45. Gesamtrang bei seinem ersten Snowdownhill
Einen Bericht findet man hier auf der Seite von frontlinemag und auf youtube findet man Videos hier und hier
Der Soedaemun Independence Park in Seoul besteht vor allem aus dem Soedaemun Gefaengnis das im Oktober 1908 eroeffnet wurde als Korea japanisches Protekrorat war, 2 Jahre bevor es zur Annexion kam und Korea zur Japanischen Kolonie wurde. Soedaemung ist mit der Subway Line 3 Station Dongnimmun erreichbar und liegt gleich oberhalb von Ausgang 4 oder 5. Der einzige noch vorhandene Wachturm von Soedaemun direkt bein Eingang ins Gefaengnis
Die letzte Ausbauphase des Gefaengnis, das seit seier Eroeffnung stettig erweitert wurde.
Waehrend der japanischen Kolonialherrschaft wurden hier koreanische Patrioten und pro-demokratische Aktivisten inhaftiert.
In Korea findet man nicht viele Ueberreste der Zeit unter japanischer Kolonialherrschaft und dieses Gefaengnis ist auch nicht unbedingt auf der to-see Liste vieler Touristen. Ich selber habe Seodaemun in einem Touriguide gefunden den ich fuer meine Schwester gekauft habe, da sie im Mai diesen Jahres ebenfalls nach Korea reist.
Zwischen Korea und Japan kommt es immer wieder mal zu Unstimmigkeiten wegen dieser Kolonialzeit die von 1910 bis Japans Kapitulation 1945 dauerte, nicht zuletzt wegen Dokdo und aufgrund der Tatsache dass, anders als in Deutschland, die Kriegsverbrechen von Japan nicht aufgearbeitet wurden.
Einer der Raeume in denen Gefangene gefoltert wurden, hier wurden ihnen Nadeln unter die Fingernaegel gestochen.
Hier wurden Gefangene in diese Kaesten gesperrt in denen man weder sitzen noch recht stehen konnte.
Einer der Gefangenentrakts die faecherfoermig angeordnet waren damit man sie von einem Punkt aus kontrollieren konnte.
Drei kleinere Zellen die vieleicht 2qm gross waren und ohne Licht.
Auf dem Boden der groesseren Zellen sieht man noch ein paar Spielbretter eingeritzt.
Ein nicht zugaengliches Gebaude des Gefaengnis, koennte als Produktionsstaette gedient haben. Waehrend des zweiten Weltkrieg mussten die Gefangenen hier Kriegsmaterial fuer Japan herstellen.
Die letzten vier Tage waren Mirinae und ich im High Won Ski Resort im Nordwesten Koreas, mit dem Bus etwa drei Stunden von Seoul entfernt. Von Seoul kann man mit dem Zug oder mit dem Bus, am besten vom Dong Seoul Bus Terminal anreisen. High Won ist neben dem Muju Ski Resort das groesste in Korea und mit der Gondel (CWS, made in Switzerland) kann man den hoechsten Punkt eines Skigebietes in Korea erreichen, der allerdings fuer Schweizer auf unspektakulaeren 1340 Meter ueber Meer liegt. Am besten bucht man ein Package in dem alles inbegriffen ist, Hotel, Skipass und Miete von Board etc. Fuer drei Uebernachtungen plus zwei mal Zwei-Tages-Skipass plus Miete von Mirinaes Board, Schuhen und Skikleider haben wir 430'000 Won bezahlt (etwa 390.-CHF). In Korea muss man eigentlich nichts mit in die Skiferien nehmen ausser Handschuhe, Goggle und Muetze, den Rest kann man mieten. Ich hab aber trotzdem mein eigenes Board mitgenommen, da die Bretter die man mieten kann nicht unbedingt die Besten sind und meist auch einen Service noetig haetten. Sowieso wenn man den Miet-Service mit dem der Schweiz vergleicht reissen wir uns echt ein Bein aus um wenn wir im Pro Cycle Shop ein Brett vermieten. In Korea wird einfach ein Brett mitgegeben, goofy, regular, Laenge, Fahrkoennen, Bindung einstellen, wachsen, egal. Da suchen wir ein paar Bretter raus zur Auswahl, fragen ob links oder rechts vorne, stellen die Bindung auf die Schuhe ein und machen einen Serivice wenn noetig. Das Hotel war super, grosses Zimmer und mit eigener kleiner Kueche, man koennte da auch zwei Wochen ohne Probleme verbringen. Ausserdem gabs ein Convenience Store in der Tiefgarage des Hotels, wenn man also Hunger hatte konnte man sich noch eine Packung Ramyeon kaufen und selber machen. Ausserdem gabs noch ein Jjimjilbang (so was wie eine koreanische Sauna), Fitnessraum und Massage, was Mirinae ganz gut haette gebrauchen koennen, wie warscheinlich jeder der mir snowboarden anfaengt. Wir sind mit Mirinaes Eltern nach High Won gefahren, sie haben dann noch eine Nacht dort verbracht und sind dann am naechsten Tag weiter gefahren ans Westmeer. Wir waren dann noch zusammen 횡성한우 essen, ein spezielles Rindfleisch aus dieser Gegend das auf einem Tischgrill zubereitet wird, kann ich nur empfehlen. Die laengste Piste in diesen Skigebiet ist 4.2km lang mit einer Hoehendifferenz von 645 Meter und fuer Anfaenger geeignet. In Korea faellt nicht so viel Schnee wie in den Alpen, deshalb sind alle Pisten mit Kunstschnee beschneit und meist recht hart aber immer super praepariert. Es gibt auch einen Funpark im High Won Ski Resort der mit denen in unseren Skigebieten gut mithalten kann, inklusive Halfpipe.
High Won ist auch bei den Russen beliebt, die wahrscheinlich mit dem Schiff von Vladivostok kommen. Ausserdem gibt es hier das einzige Casino in dem auch Koreaner ihr Geld loswerden koennen, das wird fuer einige auch ein guter Grund sein hierher zu kommen.
Bei mir haelt sich der Verdacht das Koreaner auf Brettern nicht immer alles im Griff haben. Allein in den zwei Tagen in denen wir auf der Piste waren habe ich sechs Leute gesehen die mit dem Schlitten abtransportiert werden mussten, das sind so viele wie vieleicht in vier oder fuenf Wochen Arosa.
Natuerlich werden auch im High Won Ski Resort Nachts die Lichter angeschalten damit man in aller Ruhe bis 22:00 Uhr noch Ski fahren kann. Es war aber ziemlich kalt.
Nachts hab ich fast keine Fotos gemacht da ich nachher wieder eine halbe Stunde brauchte bis die Finger ihre blaue Faerbung verloren haben.
Mirinae hat am zweiten Tag wirklich Fortschritte gemacht, nachdem sie am ersten Tag kaum eine Kurve gefahren ist, hat sie dann einige Kurven nacheinander gefahren bevor sie eine Pause im Schnee gemacht hat.
Mitte Dezember war auf der Moerlialp, einem kleinen Skigebiet in Obwalden, ein Snowdownhillrennen, Miro und ich haben dabei das Team Ullmann-YETI vertreten. Die Bedingungen waren perfekt zum Ski oder Snowboard fahren, fuer Mountainbikes aber ein bisschen weich, je haerter der Schnee umso besser mit dem Bike, eisig sollte es dann aber doch nicht sein, da man dann keine Chance hat mit normalen Reifen. Nachdem ich vor zwei Jahren einige Muehe hatte am Ride the Night on snow in Davos hatte ich fuer dieses Rennen eigentlich keine hohen Erwartungen an dieses Rennen. Einige Aenderungen hab ich aber trotzdem gemacht am Bike. Dieses mal bin ich ohne Klickpedalen gefahren, Reifen hab ich auch noch andere montiert und ausserdem noch was an der Geometrie des Bikes veraendert. Im Training ging es eigentlich ganz gut zum fahren, ich hatte keine Stuertze und war trotzdem relativ schnell unterwegs. Beim Rennen hatten wir keine festen Startzeiten sondern konnten waerend zwei Stunden so viele Laeufe machen wie wir wollten. Der erste meiner Laeufe war dann auch der schnellste, beim zweiten war ich ca. 10 Sekunden langsamer und wollte danach eigentlich nicht mehr fahren da ich schon ziemlich ausgepowert war von den Trainings und den beiden Rennlaeufen. Trotzdem wollte ich es nochmal versuchen, hab dann aber bald gemerkt dass das nichts wird da ich meine Linie nicht halten konnte und noch einmal gestuerzt bin. Am Schluss wars fuer mich der 25ste Platz von 111 Teilnehmern, womit ich mehr als happy bin! Alles in allem ein super organisiertes Rennen das wirklich sehr viel Spass gemacht hat und ich hoffe am Ride the Night wird es Ende Januar in Davos aehnlich gut laufen. Hinten rechts bin ich.
Nach sieben Jahren Abstinez war ich wieder mal auf der Insel. Nicht nur fuer sightseeing, aber auch. Der Hauptgrund wieso ich in London war, war die Ausstellung von Hotlines-UK, einem Distributor fuer Bikes und Bikeparts fuer Grossbritannien und Irland. Naechstes Jahr werd ich einige Teile und Frames von dort importieren und hier versuchen unter die Leute zu bringen, dazu aber spaeter einmal mehr.
Frueher als ich noch bei SIG Pack Systems gearbeitet habe war ich oefters mal in England, oder auch mal Schottland, weil wir da einige unserer Kunden hatten und es hat mir immer sehr gut gefallen da. Leider war mit meiner Zeit bei SIG gleichzeitig auch das mit den Montagen und den regelmaessigen Besuchen auf der Insel abgelaufen.